User Experience für die Software zur Abrechnung von Hilfsmitteln

Die Abrechnung von Gesundheitsleistungen ist ein komplexer Prozess. Denn Leistungserbringer, Kostenträger, Abrechnungszentren und Leistungsempfänger haben unterschiedliche Anforderungen an die Abwicklung. Mit seiner Abrechnungssoftware LEOS hat HMM Deutschland diesen Prozess maßgeblich beschleunigt. Insbesondere bei technisch unerfahrenen Nutzern kam es häufig zu Supportanfragen und Akzeptanzproblemen. Und so fragte sich das LEOS- Produktmanagement, wie die grafische Bedienoberfläche deutlich vereinfacht und damit die UX gesteigert werden konnte.

Aufgabe

 

„Wie erleichtern wir Nutzern die Arbeit mit LEOS und machen es gleichzeitig zu ihrem Lieblingstool?”

Vorgehen

Was könnte die nächste Generation von „LEOS“ auszeichnen? Was brauchen Nutzer, damit sie einen wirklichen Mehrwert erhalten? In diesen drei Schritten haben wir uns gemeinsam mit den Stakeholdern zur neuen User Experience Vision vorgearbeitet.

  • Workshop
  • Evaluation
  • Prototyp
  • Gesundheitsleistungen abrechnen

    Im Stakeholder Experience Workshop lernen wir die Bedürfnisse der Zielgruppen kennen. Die Ergebnisse wurden anschließend in Personas überführt.

    • Mit dem Stakeholder Mapping haben wir Motive und Zusammenhänge der verschiedenen Interessengruppen erarbeitet.
    • Mit Hilfe eines Service Roleplay haben wir die Rollen der Beteiligten eingenommen und den Prozess detailliert betrachtet. Zur Dokumentation des Ablaufs nutzten wir eine angepasste Variante der Experience Journey Map.
  • Bestehende Funktionen analysieren

    Mit Hilfe der expertenbasierten Evaluation bewerteten wir die User Experience von LEOS. Die Analytics-Daten informierten über die Relevanz einzelner Funktionen.

    • Mit einem detaillierten Use-Case-Audit haben wir die bestehenden Lösungen und Prozesse analysiert.
    • Für die Priorisierung der Funktionen wurden reale Nutzerzahlen der Webanalytics-Analyse hinzugezogen.
  • Prototyp

    Auf Basis der Erkenntnisse entsteht ein High-Fidelity-Prototyp mit Fokus auf die wichtigsten Funktionen.

    • Zunächst wurde für das neue Interface der Gesamtprozess deutlich einfacher gestaltet.
    • Um Fehler der User zu vermeiden, wurden bestehende Funktionen visuell strukturiert und Prozesshilfen eingeführt.
    • Die neuen Erkenntnisse wurden mit einem interaktiven Prototyp und UI-Layouts umgesetzt.

Lösung

Mit einheitlichen, leicht erlernbaren Funktionsweisen und Darstellungsstrukturen gestalten wir „LEOS“ persönlicher und strukturierter. Weniger Quantität in Information und Funktion, mehr Qualität in den täglichen Aufgaben.

Leicht zu erlernende Interaktionsmuster

Die größten Zeiträuber bei der Bedienung von Software sind die fehlende Übersicht und das Erlernen neuer Funktionen. Wir haben für das Interface die Arbeitsweise der verschiedenen Nutzergruppen berücksichtigt. Es zeigt nur die Informationen an, die im jeweiligen Kontext wirklich benötigt werden.

Check- & To-do-Liste

Das neue Hilfsmittel zur Erleichterung der Datenerhebung zeigt fehlende Informationen innerhalb des Vorgangs an und sorgt auf diese Weise für eine bessere Datenqualität, weniger Fehler und damit weniger Frustration beim Anwender.

Modulares, erweiterbares Interface

Der Mehrwert von „LEOS“ liegt auch in seiner Erweiterbarkeit durch zusätzliche Dienste. Das entwickelte Interfacedesign berücksichtigt dies durch ein modulares Konzept. So können zugehörige Softwareprodukte sukzessive mit angepasst werden.

Ergebnis

Die Design-Vision des neuen „LEOS“ lieferte wichtige Impulse für HMM Deutschland. Viele der gewonnen Erkenntnisse wurden für die Weiterentwicklung von „LEOS“ und anderer Softwareprodukte genutzt.

Persönlich kennen lernen

Wir freuen uns, Sie und Ihr Unternehmen kennen zu lernen.
Gerne sprechen wir mit Ihnen auch über Ihre Ideen und wie sie realisiert werden können.

Nils Tißen

Geschäftsführung

Telefon 0211 / 54 210 210

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